Das höchste hinduistische Fest hat am vergangenen Samstag, dem 26. September 2026, eine farbenfrohe Premiere in Eschborn gefeiert. Über 200 Besucherinnen und Besucher, darunter Mitglieder der indischen Gemeinde und weitere interessierte Eschborner Bürgerinnen und Bürger, kamen bei Umzug und kultureller Feier zusammen.
Die Veranstaltung, organisiert von Nandini Narayan und dem Team Interkulturelle Integration der Stadt Eschborn mit Anna-Katharina Reiser und Thomas Müffke, war in diesem Jahr ein besonderer Teil der Eschborner Fairen Interkulturellen Wochen. Die Veranstaltung begann mit einem festlichen Umzug. Bürgermeister Adnan Shaikh eröffnete die Prozession auf dem Eschenplatz persönlich und lief inmitten der bunten Menschenmenge an der Seite der Ganesha-Gottheit bis zur Jahnstraße. Dort fanden im alten Jugendzentrum die anschließenden kulturellen Feierlichkeiten statt. Durch die Straßen hallten traditionelle indische Klänge, begleitetet von Tanzeinlagen und den Rufen zur Ehre Ganeshas: „Ganpati Bappa“ – „Morya!“ (Geliebter Vater Ganesha - komm wieder!)
In der Hindu-Tradition steht die Ganesha-Gottheit für Weisheit, Neuanfang und das Überwinden von Hindernissen. Das Fest spiegelt eine tiefe Verbindung von außen nach innen sowie zur Natur wider. So erklärt es die Hauptorganisatorin Nandini Narayan. Mit viel Leidenschaft und Herz hatte sie mit einem Team von Freiwilligen ein großartiges Programm zusammengestellt.
Erste Stadträtin Bärbel Grade eröffnete gemeinsam mit Bürgermeister Shaikh die kulturelle Feier und zeigte sich anschließend tief beeindruckt von der Resonanz und der Energie der Veranstaltung: „Was für eine Premiere! Zum ersten Mal ist das Ganesha-Fest Teil unserer Fairen Interkulturellen Wochen in Eschborn – und was für ein lebendiger, farbenfroher und beeindruckend gut besuchter Nachmittag daraus geworden ist.“
Durch das Kulturprogramm führten zwei junge Moderierende mit viel Witz und Charme. Die Gäste erwartete eine große Show mit perfekt vorbereiteten Tänzen, die an Bollywood-Filme erinnerten. Und auch die jüngsten Mitglieder der indischen Community zeigten auf der Bühne ihr Können und boten mitreißende Tanzeinlagen. Nandini Narayan führte das Publikum nicht nur in die tiefere Bedeutung des Festes ein, sondern griff auch selbst zu den Instrumenten. So spielte sie die vasenförmige Tontrommel „Ghatam“ zu den hypnotischen Klängen des Saiteninstruments „Veena“, was die Feier musikalisch besonders bereicherte. Ein gemeinsames Essen mit traditionellen indischen Köstlichkeiten rundete den Abend ab.
Das erste Ganesha-Fest setzte das diesjährige Motto der Fairen Interkulturellen Wochen, „Vielfalt erleben“, auf greifbare Weise um. Erste Stadträtin Bärbel Grade betonte die verbindende Kraft des Festes: „Vielfalt wird dort lebendig, wo Menschen einander begegnen, neugierig aufeinander sind und miteinander ins Gespräch kommen.“ Nach diesem großen Erfolg blickt die Stadt bereits optimistisch in die Zukunft. „Nach dieser gelungenen Premiere würde ich mich sehr freuen, wenn das Ganesha-Fest einen festen Platz in unserem Eschborner Veranstaltungskalender findet“, so Grade.
Faire Interkulturelle Wochen in Eschborn
9.9. - 4.10.2026, diverse Veranstaltungsorte
Programm unter www.eschborn.de/fairtrade

