Kleine Klimaschützerinnen und Klimaschützer unterwegs in Eschborn

Knapp 600 Kinder sammeln Grüne Meilen als Teil der internationalen Kindermeilen-Kampagne

In Eschborn beteiligten sich sieben städtische Kinderbetreuungseinrichtungen im Frühjahr an der europaweit laufenden Kindermeilen-Kampagne des Klima-Bündnis. Im Rahmen der Aktion waren Kindergarten- und Grundschulkinder eingeladen, als „Kleine Klimaschützer unterwegs!“ zu sein. Mit viel Spaß und Bewegung galt es, dabei möglichst viele Grüne Meilen zum Schutz des Weltklimas zu sammeln. Die grünen Meilen-Sticker gab es für umweltfreundliche Wege zur Kita oder Schule. Insgesamt sammelten die Kinder rund 3500 Klimameilen.
 

Außerdem dokumentierten sie ihre Wünsche und Forderungen an Klimapolitikerinnen und -politiker auf selbst gestalteten Plakaten und Pappfüßen. Ihre Plakate wollten die Kinder der Kita Schillerstraße, Kita Ritterhof, Kita Dörnweg, Kita Süd-West, Kita Odenwaldstraße, aus dem Schulkinderhaus Hartmutschule und dem Hort Berliner Straße am Mittwoch, dem 24. Juni 2026 im Rahmen einer großen Abschlussveranstaltung Vertreterinnen und Vertretern der Eschborner Kommunalpolitik präsentieren. Die Übergabe der klimapolitischen Wünsche musste jedoch – hier lässt sich eine gewisse Ironie nicht leugnen – hitzebedingt abgesagt werden. 
 

Erste Stadträtin Bärbel Grade besuchte daher stattdessen die teilnehmenden Einrichtungen. Sie nahm die bunt gestalteten Plakate entgegen und brachte als Dankeschön für den Einsatz der Kinder frisches Obst, Straßenkreide und Urkunden mit.Dabei hatten die Kinder auch die Möglichkeit, der unter anderem für Klimaschutz und Kinderbetreuung zuständigen Dezernentin ihre Klimaschutz-Wünsche persönlich zu nennen. Ein besonders häufig genannter Wunsch: mehr Bäume, sowohl in der Stadt als auch auf dem Gelände der Kita oder Schule. Auch über den Verkehr machten sich die Kinder Gedanken. So wünschen sie sich, dass Autos langsamer fahren und Schulwege sicherer werden – ob mit dem Fahrrad oder zu Fuß. Weitere Wünsche der Kinder sind kostenlose Leihräder, mehr Mülleimer, besonders an den Spielplätzen und Dachbegrünung als Beitrag zur Wärmebekämpfung in den Kitas und im gesamten Stadtgebiet.
 

Erste Stadträtin Grade findet: „Kindergarten- und Schulkinder sowie deren Eltern setzen durch ihre Teilnahme an der Kindermeilen-Kampagne weltweit ein deutliches Zeichen, dass kein Beitrag zum Klimaschutz zu klein ist. Es freut mich, zu sehen, wie viele Kinder hier in Eschborn bereits ihren Teil zum Klimaschutz beitragen und sich für ihre nachhaltige Zukunft einsetzen.“
 

Die gesammelten Ergebnisse der jungen Eschborner Klimaschützerinnen und -schützer werden nun an das Klima-Bündnis weitergeleitet. Das Bündnis übergibt das Gesamtergebnis aller weltweit teilnehmenden Kinder im November in Antalya bei der 31. UN-Klimakonferenz an die dort anwesenden Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger der internationalen Klimapolitik. 
 

Etwa ein Fünftel der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland entsteht im Verkehr, sogar ein Viertel der CO₂-Emissionen des gesamten Verkehrs verursacht der Innerortsverkehr. Aufgrund des erhöhten Pendlerverkehrs ist über die Hälfte aller CO₂-Emissionen in Eschborn auf den Verkehrssektor zurückzuführen. Doch Kurzstrecken wirken sich global kumuliert massiv aus. Nach Experten-Berechnungen ließen sich global jährlich etwa 7,5 Millionen Tonnen CO₂ vermeiden, wenn 30 Prozent der Kurzstrecken bis sechs Kilometer in den Innenstädten mit dem Fahrrad statt mit dem Auto gefahren würden.
 

Die Stadt Eschborn ist bereits seit 1993 Mitglied des Klima-Bündnis, dem größten kommunalen Netzwerk für Klimaschutz.