Zum 1. November 2025 übernimmt Carolin Müller das kommunale Energiemanagement der Stadt Eschborn. Sie analysiert den Energieverbrauch von Wiesenbad, Sporthallen, Kitas und zahlreichen weiteren Gebäuden – mit dem Ziel, Verbrauch und Kosten dauerhaft zu senken. Die städtischen Einrichtungen gehören zu den größten Energieverbrauchern in Eschborn. Insgesamt benötigen sie jährlich rund 9 Gigawattstunden Energie – mit Kosten von etwa zwei Millionen Euro. Mit der professionellen Weiterentwicklung des Energiemanagements will die Stadt diese Verbräuche gezielt reduzieren, die Gebäude effizienter machen und aktiv zum Klimaschutz beitragen.
Gemeinsam mit Energieberaterin Sarah Hoffmann und Klimaschutzmanager Edmund Flößer-Zilz bildet Carolin Müller das städtische Energie-Team. Ihre zentralen Aufgaben umfassen Gebäudeanalysen, die Auswertung von Verbrauchsdaten, die Identifikation von Einsparpotenzialen sowie die Erstellung jährlicher Energieberichte ab 2026.
„Mit Carolin Müller gewinnen wir eine fachkundige Energiemanagerin, die unsere Gebäude Schritt für Schritt energieeffizienter und damit zukunftsfest macht“, sagt Erste Stadträtin Bärbel Grade, die die Stabsstelle Energie & Klimaschutz verantwortet. „Ein professionelles Energiemanagement ist für uns ein doppelter Gewinn: Es senkt Kosten und leistet einen wichtigen Beitrag zum kommunalen Klimaschutz.“
Bereits 2019 begann die Stadt mit einem ersten Energiemanagement im Rahmen der Aktion Ökoprofit und wurde 2020 ausgezeichnet. Um diesen Weg dauerhaft weiterzugehen, stellte Klimaschutzmanager Flößer-Zilz einen Förderantrag bei der Nationalen Klimaschutzinitiative der Bundesregierung. Die Förderung wurde 2023 bewilligt – mit 70 % Zuschuss für Personal- und Sachkosten über drei Jahre. Die Stadtverordnetenversammlung beschloss daraufhin im März 2023 die dauerhafte Einführung des Energiemanagements. Aufgrund des Fachkräftemangels konnte die Stelle erst 2025 wiederbesetzt werden.
Ziel ist es, das Energiemanagement in den kommenden Jahren weiter zu professionalisieren. Dazu gehört auch die angestrebte Zertifizierung nach dem KOM.EMS-Standardverfahren, einem bundesweit anerkannten Qualitätssystem für kommunales Energiemanagement. Der Förderzeitraum läuft bis Ende 2027 und schließt die Zertifizierung ein.
Weitere Informationen unter www.komems.de oder www.eschborn.de.
