Stadt Eschborn stärkt Hitzeschutz in Kitas

Klimaanpassung und Klimaschutz gemeinsam gedacht

Der heiße Sommer mit lang andauernden Hitzeperioden stellt auch die Kindertageseinrichtungen der Stadt Eschborn vor neue Herausforderungen. Deshalb setzt die Stadt bereits heute auf zahlreiche Maßnahmen, um Kinder und Beschäftigte an besonders warmen Tagen bestmöglich zu schützen – und arbeitet gleichzeitig an einer langfristigen Strategie für den Hitzeschutz in ihren Einrichtungen. Denn die Häufigkeit von Extremwetterereignissen wie Hitzewellen wird im Zuge des Klimawandels zunehmen.
 

Schon seit einigen Jahren beobachtet die Stadt Eschborn die Hitzebelastung in allen städtischen Kitas. Durch regelmäßige Begehungen wurden bereits kurzfristig wirksame Verbesserungen umgesetzt und werden kontinuierlich angepasst. Je nach Gebäude gehören dazu unter anderem Sonnenschutzfolierungen, Markisen oder weitere Verschattungsmaßnahmen. Darüber hinaus verfügen die meisten Einrichtungen im Außengelände über Wasserspielanlagen, die den Kindern an heißen Tagen zusätzliche Abkühlung bieten.
 

In den Einrichtungen reagieren die Kita-Teams flexibel auf hohe Temperaturen. Ventilatoren kommen ebenso zum Einsatz wie angepasste Raumkonzepte, bei denen beispielsweise besonders aufgeheizte Bereiche zeitweise nicht genutzt werden. Ergänzt werden diese Maßnahmen durch viele kreative Ideen aus den Kitas – von Sprühflaschen zur Erfrischung bis hin zu Eiswürfelmaschinen oder eingefrorenen Trauben als kühlende, aber gesunde Nascherei zwischendurch.
 

„Wir nehmen die zunehmende Hitzebelastung der Kitas sehr ernst. Extreme Hitze belastet Kinder ebenso wie pädagogische Fachkräfte und Hauswirtschaftskräfte. Deshalb schaffen wir Schritt für Schritt bessere Voraussetzungen für eine zuverlässige und sichere Betreuung sowie adäquate Arbeitsbedingungen“, erklärt Sozial- und Umweltdezernentin Bärbel Grade. Gleichzeitig betont die Erste Stadträtin: „Die Kombination aus kurzfristigen Maßnahmen und langfristigen Investitionen soll Klimaanpassung konsequent mit Klimaschutz verbinden, indem wir auf energieeffiziente Technik und den Einsatz erneuerbarer Energien setzen.“
 

Ein weiterer Baustein wird für das kommende Jahr geprüft: In jeder städtischen Kita soll ein Raum als sogenannte Kälteinsel eingerichtet werden. Die Einrichtungen können selbst festlegen, welcher Raum dafür vorgesehen ist. Ausgestattet mit einem Klimagerät soll er dann Kindern und Beschäftigten an besonders heißen Tagen einen verlässlich gekühlten Rückzugsort bieten.

Dabei setzt die Stadt bewusst auf nachhaltige Lösungen. Die Bereiche Klimaschutz und Energiemanagement begleiten die Planungen, um möglichst energieeffiziente Geräte auszuwählen und Synergien mit bestehenden oder künftigen Photovoltaikanlagen zu schaffen. Darüber hinaus wird geprüft, innovative autarke PV-Klimageräte einzusetzen, die ihren Strom direkt aus Sonnenenergie beziehen. Gerade dann, wenn der Kühlbedarf am größten ist, könnte die Anlage so klimafreundlich und unabhängig vom Stromnetz betrieben werden.
 

Ein umfassendes Hitzeschutzkonzept für die städtischen Kindertageseinrichtungen befindet sich derzeit in Vorbereitung. Eine dezernatsübergreifende Arbeitsgruppe, unter der Federführung des Büros der Ersten Stadträtin, hat ihre Arbeit bereits aufgenommen und wird die bisherigen Erfahrungen sowie künftige Maßnahmen zu einem ganzheitlichen Konzept zusammenführen. So entwickelt die Stadt Eschborn ihren Hitzeschutz Schritt für Schritt weiter – mit dem Ziel, die städtischen Einrichtungen nachhaltig an die Folgen des Klimawandels anzupassen und gleichzeitig einen verantwortungsvollen Umgang mit Energie und Ressourcen sicherzustellen.