Wasser wird knapp - Eschborn startet Solidaritätsaktion

Auch wenn die jüngsten Gewitter ein wenig Regen gebracht haben - anhaltende Hitze und Trockenheit in der Region stellen die Wasserversorger zunehmend vor Probleme. Die Stadt Eschborn zeigt sich gegenüber den Nachbarkommunen mit einer besonderen Aktion solidarisch, wie Bürgermeister Adnan Shaikh bekannt gibt.

Eschborns Bürgerinnen und Bürger erhalten ihr Trinkwasser vom Wasserbeschaffungsverband Taunus und von Hessenwasser. Mitglieder des Wasserbeschaffungsverbandes sind neben Eschborn die Kommunen Königstein, Kronberg, Oberursel, Steinbach und Bad Homburg. Mehrere Kommunen haben in den vergangenen Tagen bereits ihre Wasserampel auf Rot gestellt - die letzte Stufe bevor der Wassernotstand ausgerufen werden muss.

 

Wegen der Wasserknappheit in der Rhein-Main-Ebene hat sich Stadt Eschborn dazu entschieden, für eine zunächst begrenzte Dauer von vier Wochen mehr Trinkwasser als üblich von Hessenwasser zu beziehen und im Gegenzug weniger Trinkwasser vom Wasserbeschaffungsverband Taunus. Dadurch wird das Pumpwerk Praunheim aus Eschborner Sicht entlastet. Dem Verband steht damit für die anderen fünf Kommunen eine größere Wassermenge zur Verfügung.

 

Für die Eschborner Bürgerinnen und Bürger wird es während dieses Zeitraums zu keinerlei Veränderung bei der Trinkwasserversorgung kommen. Die Bezugsänderung hat auch keine finanziellen Auswirkungen auf die Abnehmer.

 

Nichtsdestotrotz bittet Bürgermeister Adnan Shaikh weiterhin um sparsamen Umgang mit der Ressource Wasser. "Es ist bereits der dritte sehr trockene Sommer hintereinander. Damit die Wasserspeicher wieder aufgefüllt werden, müsste es über einen längeren Zeitraum viel regnen", erklärt Shaikh. Da man den Niederschlag nicht beeinflussen könne, sei es wichtig, dass alle Bürgerinnen und Bürger bei sich zu Hause anfangen, Wasser zu sparen.

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