Wiedereröffnung des Wiesenbades

Berechtigter Anlass für vorsichtigen Optimismus

Der Wiedereröffnung des Wiesenbades sieht die Stadtverwaltung Eschborn mit vorsichtigem Optimismus entgegen. Die Sicherheit der Badegäste und der Mitarbeitenden hat dabei weiterhin oberste Priorität. Inzwischen wurden umfassende Maßnahmen zur Beseitigung der festgestellten Legionellenbelastung im Wassersystem durchgeführt. 
 

Zu verdanken ist der rasche Fortschritt dem professionellen und zügigen Zusammenwirken von Gutachter, einer ortsansässigen Fachfirma, der sehr guten Kooperation des Main-Taunus-Kreises und der Stadt Eschborn und nicht zuletzt dem sehr erfreulichen Engagement von Mitarbeitenden der Stadt. Diese hatten sich dazu bereit erklärt, die für eine schnelle Wiedereröffnung unabdingbaren Sofortmaßnahmen in Tag- und Nachtschichten zu unterstützen.
 

Vorausgegangen waren den Maßnahmen ein Gutachten, eine Gefährdungsanalyse und eine Risiko-Abschätzung, die eine chemische und thermische Desinfektion des gesamten Wassersystems und eine thermische Spülung aller Leitungen nach sich zogen. Trinkwasserverordnung und Infektionsschutzgesetz machen für solche Maßnahmen eine Genehmigung des Gesundheitsamtes erforderlich, die vom zuständigen Fachbereich der Stadt sofort beantragt und vom Gesundheitsamt des MTK umgehend erteilt wurde. 
 

Das alles, inklusive der Beauftragung der Fachfirma, die ebenfalls sofort aktiv wurde, geschah innerhalb von 36 Stunden. Anschließend wurden alle Entnahmestellen beprobt. Die präzise Auswertung dieser Proben soll im Laufe der Woche abgeschlossen sein. Wenn die daraus gewonnenen Ergebnisse keine Legionellenbelastung mehr aufweisen, kann das Wiesenbad möglicherweise schon kurzfristig wieder geöffnet werden. „Es war wirklich beeindruckend zu sehen“, sagt Bürgermeister Adnan Shaikh, „wie hier mit Hochdruck und vollem Personaleinsatz geradezu blitzartig und mit intensiver und kollegialer Zusammenarbeit aller Beteiligten die erforderlichen Maßnahmen ergriffen wurden.“
 

Völlige Entwarnung kann aber noch nicht gegeben werden. Denn sollte auch nur ansatzweise, so der Bürgermeister, eine Legionellenbelastung erkennbar sein, müssen zusammen mit Gutachter und Gesundheitsamt weitere Maßnahmen festgelegt werden. Die Stadtverwaltung wird über die Ergebnisse der Proben und die davon abhängigen weiteren Schritte informieren.
 

Im Zusammenhang mit der vorübergehenden Schließung des Wiesenbades hat die Stadtverwaltung personelle Konsequenzen gezogen und interne Abläufe angepasst. Aus Gründen des Persönlichkeits- und Datenschutzes dürfen hierzu keine weiteren Angaben gemacht werden.