Die Revolution von 1848/49 – deren sichtbares Symbol die Frankfurter Paulskirche ist – war in ganz Europa auch eine Revolution der Frauen. Sie wollten die unsichtbaren Ketten zerreißen, die ihr Leben bestimmten. Sie kämpften gegen soziale Not und für politischen Wandel – und begehrten gegen eine Ordnung auf, die sie gesellschaftlich und rechtlich unterdrückte.
Die Wanderausstellung „Schwestern zerreißt eure Ketten. Frauen und Revolution 1848/49.“ des Berliner „forum 1848 am Friedhof der Märzgefallenen“ betrachtet die Lebensrealität von Frauen zwischen Verantwortung und Entrechtung und wie sie trotz zahlreicher Einschränkungen die Gesellschaft gestalteten – in der Revolution und darüber hinaus. Das Museum der Stadt Eschborn zeigt sie von Donnerstag, dem 16.07.2026 bis Sonntag, den 30.08.2026.
Die Ausstellung erzählt eindringlich von Mut, Widerspruch und dem Recht, sichtbar zu werden. Dabei stellt die Präsentation die persönlichen Schicksale einzelner Frauen in den Fokus und geht Fragen nach wie: Was es mit Revolution zu tun hat, dass Emma Herwegh und Louise Aston Hosen trugen; wieso das Thema Scheidung sowohl für Clara Mundt als auch für Fanny Lewald so wichtig war; was der Tod des Dienstmädchens Caroline Kleinfeldt mit Demokratie zu tun hat und warum man Amalie Krüger verbot, als Kindergärtnerin zu arbeiten.
So wird die – oftmals nicht erzählte – Geschichte von Frauen nun lebendig und nachvollziehbar im Museum der Stadt Eschborn präsentiert.
Die Ausstellung kann während der regulären Öffnungszeiten des Museums besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.
Öffnungszeiten:
Dienstag 09 – 12 Uhr
Mittwoch 15 – 18 Uhr
Samstag 15 – 18 Uhr
Sonntag 14 – 18 Uhr
Eintritt frei
Eine Ausstellung des „forum 1848 am Friedhof der Märzgefallenen“ im Museum der Stadt Eschborn, Eschenplatz 1, 65760 Eschborn
