"Sylter Frau" von Christel Lechner und Laura Lechner

Mit ihrem Gespür für die besonderen Dinge erschafft Christel Lechner seit 1996 lebensgroße Skulpturen aus Beton mit Charakter und Geschichte – ein Abbild des Alltäglichen und doch fern der Banalität. Seit 2004 wird sie von Tochter Laura Lechner unterstützt, die seit 2017 das Atelier auf dem Lechnerhof leitet.

 

Als „Inszenierung“ bezeichnen die Künstlerinnen ihre Skulpturen, die seit dem Jahr 2001 den Schwerpunkt ihrer Arbeit bilden. Und tatsächlich haben diese viel mit einer Bühne gemein: Sie sind für ein Publikum konzipiert, wirken ohne Worte, sprechen aber unmittelbar an. Dabei geht es weniger um einen intellektuellen, sondern vielmehr um einen emotionalen Zugang: „Durch den Abstand lernen wir sehen“, beschreibt Christel Lechner ihre Kunst.

 

Aus der Nähe betrachtet entwickeln die lebensgroßen Betonskulpturen ihre ganz eigene Wirkung und Dynamik des Alltäglichen. Berührende Momentaufnahmen, mit denen Christel und Laura Lechner ganz bewusst Positionen der Alltagskultur besetzen. Das hebt sie über das Niveau des Alltäglichen.

Christel Lechners (*1947) künstlerischer Werdegang begann 1978 an der Keramikschule Landshut und der Werkkunstschule Münster. 1982 erlangte sie den Meistertitel als Keramikerin. Tochter Laura Lechner (*1973) schloss 2001 ihre Ausbildung zur Baukeramikerin ab. Ihr Kunststudium führte sie an die Hochschule für Bildende Kunst in Saarbrücken und an die Kunstakademie Düsseldorf, das sie als Meisterschülerin von Peter Doig abschloss.