Skulpturenachse: Kunst im öffentlichen Raum

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Die Skulpturenachse durchzieht inzwischen das gesamte Stadtgebiet von Eschborn und Niederhöchstadt. Es ist keine lineare Achse, sondern ein Netz mit verschiedenen Kreuzungspunkten. Je nach Standort wechselt der Blick zwischen der Silhouette der Frankfurter Skyline und dem Taunus. Bereits 1988 formuliert das Volksbildungswerk ein neues Leitbild für Kunst im öffentlichen Raum: Wir holen Kunst aus dem Museum und bringen sie zu den Menschen. „Steine für Eschborn“ von Gisela Weber aus dem Jahr 1992 ist das erste Kunstwerk der Skulpturenachse.
Der Skulpturenpark Eschborn-Niederhöchstadt entsteht im Jahr 2010: In einer großzügig gestalteten Parkanlage mit Rasen-, Wiesen- und Staudenflächen sind dauerhaft erworbene Kunstwerke stilvoll platziert. Erstlingswerk ist die Skulpturengruppe „Das Versprechen“ des Bildhauers Stephan Guber, die vor Ort entsteht. Temporäre Sommerausstellungen ergänzen die dauerhaft installierten Werke. Der Skulpturenpark ist ein Ort für Kunst und Natur, ein Ort für kulturelle Veranstaltungen und Ausstellungen und ein Ort der den Bürgern für Erholung und Muße zur Verfügung steht.

Die Präsentation von moderner Kunst im Freien begründete der britische Bildhauer Henry Moore mit seinen monumentalen Skulpturen, der in den 1950er Jahren in Zusammenarbeit mit Architekten wie Walter Gropius Auftragsarbeiten für die Gestaltung von öffentlichen Plätzen ausführte. Nicht nur ihre Größe forderte mehr Raum, auch ihre beeindruckende Wirkung in Verbindung mit Topografie und Vegetation überzeugte. Landschaft wurde zugleich zur Inspirationsquelle für Kunst und Künstler.
Seit Ende des 20. Jahrhunderts werden moderne Skulpturenparks gezielt als Ausstellungsräume angelegt. Natur und Kultur gehen bei der Schau eine spannende Verbindung ein: Die Standorte verändern sich mit den Lichtverhältnissen der verschiedenen Jahreszeiten.

Der Begriff Skulptur wird im Sprachgebrauch für dreidimensionale Kunstobjekte jeder Art verwendet. Skulpturen und Plastiken unterscheiden sich durch ihren Herstellungsprozess voneinander. Eine Skulptur entsteht durch Abtragen, Ausstechen oder Aushöhlen von Material, das heißt, im subtraktiven Verfahren. Eine Plastik hingegen baut sich aus Materialien auf, sie entwickelt sich im additiven Verfahren durch Hinzufügen.

Die Skulpturen und Plastiken in Eschborn schaffen neue unverwechselbare Orte: Sie prägen nicht nur das Stadtbild, sondern stellen mit den hier lebenden Menschen einen Dialog her.

Übersicht der Skulpturen

Skulpturenausstellung

Dynamische Lebendigkeit
16. Juni bis 4. Oktober 2018
Dana Meyer und Karlheinz Oswald [mehr]